Die Wasserallergie – Wenn waschen zur Qual wird

Die Wasserallergie – Wenn waschen zur Qual wird

Die Wasserallergie – Wenn waschen zur Qual wird

Ausschläge, Juckreiz und allerhand fiese Symptome. Ausgelöst, von harmlosem Wasser. Und das nur, wenn Betroffene mit dem feuchten Nass in Berührung kommen. Händewaschen, Spülen, Duschen, Putzen, Schwimmen, durch den Regen laufen, all das  wird für diese Menschen zur Qual. Ihre Krankheit: „Aquagene Uriikaria“; Wassernesselsucht oder allgemein auch Wasserallergie genannt. Eine schlimme und kaum erforschte Krankheit. Die Wassernesselsucht ist eine, seit 1964 entdeckte Form der Nesselsucht, die bei den Betroffenen nachdem Kontakt mit Wasser auftritt. Die Krankheit ist sehr selten, weltweit, so schätzt man, gibt es nicht mehr als 45 Personen die mit dieser Form der Nesselsucht betroffen sind. Am häufigsten findet man sie bei jungen Erwachsen. Gerade für sie ist es ein großer Einschnitt in ihr Leben. Die tägliche teilhabe am Leben ist somit stark eingeschränkt und nicht selten leben diese Menschen sehr isoliert und zurück gezogen.
Für die Betroffenen ist das Leben somit nur schwer zur meistern. Nach etwa 15 Minuten, nachdem sie mit Wasser, sei es draußen im Regen oder zuhause unter der Dusche, mit Wasser in Berührung gekommen sind, entwickeln sie kleine weißliche Pusteln, die bis zu drei Stunden auf der Haut bleiben, schmerzhaft sind und zudem noch stark jucken. Danach ist ein „normales“ Verhalten der Personen nicht möglich. Sie können die Schmerzen, das Brennen und das Jucken nicht einfach überspielen.
Da die Krankheit bis dato nicht vollständig erforscht ist und Wissenschaftler sich bei der Ursachenforschung nicht einig sind, wird es wohl weiterhin für die betroffenen Personen kaum Chancen auf eine komplette Heilung geben. Oft wird den Patienten die Einnahme von Antibiotika und Antihistaminika empfohlen, meist jedoch ohne wissenschaftlichen Erfolg.

Wer befürchtet an dieser selten jedoch trotzdem vorkommenden Krankheit zu leiden, der kann bei seinem Arzt einen sogenannten Provokationstest durchführen. Hierzu legt der Arzt mehrere Eiswürfel auf den Unterarm des Betroffenen und entfernt sie nach geraumer Zeit wieder. Zeigt sie eine Quaddelbildung, so steht die Diagnose meist fest.

 

Interessiert sie das Thema? Dann können sie sich hier näher über das Thema Nesselsucht informieren.

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